weitere Künstler: Larry Grenadier, Michael Adkins, Russ Lossing, Paul Motian

Es besteht die Tendenz, Jazzmusik in Uptempo-Stücke und Balladen einzuteilen. Auf Adkins trifft aber eine andere Kategorisierung vielleicht besser zu: Er legt eine aufmerksame, geistesgegenwärtige und wache Spielweise an den Tag – von Henry David Thoreau bevorzugt als „schlendernd“ bezeichnet – die es den Musikern ermöglicht, eine neue Beziehung zu ihrem Umfeld aufzubauen. Adkins unmittelbares Umfeld ist bereits bekannt: Es handelt sich um das Quartett, mit dem er Rotator für das Label hatOLOGY 660 einspielte. Nur der Bassist ist erst kürzlich zum Ensemble gestoßen. Saxofon, Klavier, Bass und Schlagzeug – nichts Neues also, könnte man denken. Aber nur auf den ersten Blick, denn Adkins stellt eine völlig neue Beziehung zwischen den einzelnen Bestandteilen her… Durch die neuen Melodien werden die Zuhörer dazu angeregt, sich zum Quartett zu gesellen, vorbeizuschlendern und sich vom Reiz dieser Umgebung und den möglichen Begegnungen verzaubern zu lassen. Wir spazieren los. Wir lauschen. Und hören zu.

– Brian Morton