Für die zweite Folge des Projektes „Haydn 2032“, der Gesamteinspielung aller Sinfonien von Joseph Haydn stellt Giovanni Antonini dessen Sinfonie „Der Philosoph“ in den Mittelpunkt und stellt diesem Werk eine Sinfonie von Wilhelm Friedemann Bach an die Seite. Wilhelm Friedemann, der als der begabteste Sohn des Thomaskantors gesehen wird, zeichnet sich – wie auch Haydn – durch seine Originalität und die zuweilen exzentrische Art seiner Werke aus. Dabei litt der Bach-Sohn unter dem langen Schatten seines Vaters, Haydn hingegen litt, von seiner unglücklichen Ehe abgesehen, wohl am ehesten an seinem eigenen Genie.

Während Haydns Sinfonien sich in Form, Orchestration und Tonart unterscheiden, beginnt Wilhelm Friedemann sein Werk im Stil einer barocken Ouvertüre, die allmählich in ein stürmisches Stück mündet und vielleicht bereits den Übergang in eine wesentlich mehr gepeinigte Welt widerspiegelt, die dem „Goldenen Zeitalter“ nach der Aufklärung folgte.

„Schön an dieser Aufnahme ist, dass Antonini über die Raserei des Blutes hinweg nicht die architektonischen Kräfte der Musik vergisst. (…) „Leidenschaft ist nicht Anarchie“, sagt Antonini und weiß das auch zu gestalten. (Jan Brachmann, FAZ)

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