Seit den Anfängen der freien Improvisation in den 1960er Jahren unterzogen deren Verfechter ihre Instrumente im Streben nach dem instrumentalen Impuls einer beispiellosen Befragung. Das Schweizerisch-Deutsche Trio (Harald Kimmig, Violine, Daniel Studer, Bass und Alfred Zimmerlin, Cello) stellt diese Arbeit eindrucksvoll dar.

Dieser instrumentale Impuls, oder ‚Improvisation ohne vorangestelltes Kompositionstool‘, wie Studer es nennt, charakterisiert diese Aufnahme mit überschäumender Ausdruckskraft. Das Trio zieht, packt und schlägt die Saiten, kratzt und haut auf die Körper ihrer Instrumente – benutzt sie als Resonator. Das übertrifft bei weitem die üblichen ‚erweiterten Techniken‘.