weitere Künstler: Samuel Blaser, Marc Ducret, Peter Bruun

Bei dem aus vier eigenständigen Stücken bestehenden Programm dieses Ensembles für das Taktlos-Festival handelt es sich um eine fließende Darbietung, bei der die Rollen der Musiker ständig wechseln. In Stoppage, dem ersten und längsten Stück, variiert Ducret schroffe Interpunktion mit lebhaften Arpeggios und sich steigernden, dröhnenden Basstönen. Blaser bildet in diesem Stück die beruhigende Gegenstimme, die die sanften, gedämpften Bebop-Ansätze mit schlierigen Linien untermalt und so einen unmerklichen Zusammenhang schafft. Danach kehren sich die Rollen um, und Blaser erzeugt dumpfe Blechklänge, während Brunn die Ecken und Kanten des Stückes ausschmückt und ihm gleichzeitig einen rhythmischen Rahmen verleiht, der das Gesamtwerk unterstützt und ziert, ohne dabei die Aufmerksamkeit vom Zwiegespräch seiner Mitmusiker abzulenken. Ein Schlagzeug-Solo mit flüssigen, schäumenden Schlägen wirkt erfrischend und leitet über in einen schlendernden Blues. Später dient ein frisches Posaunen-Ostinato einem ähnlichen Zweck und zeigt zuerst ein sauber gezupftes Gitarrensolo von Ducret und danach wilde, scharfkantige Töne an, die das Stück erschüttern.

– Derek Taylor