Die Flöte hat sich im 19. Jahrhundert verändert wie kein anderes Musikinstrument. Aus der konischen Holzflöte mit nur einer Klappe entwickelte sich allmählich eine zylindrische Metallflöte mit einem komplexen Klappensystem, das Boehm-Griffsystem. In Zeiten des Experimentierens existierten verschiedene Flötentypen gleichzeitig.

Die Spieltechnik der deutschen Flöte (mit einfachem Griffsystem) unterscheidet sich besonders im Hinblick auf die Greifart von der Boehm-Flöte. Durch das komplexe System können für einen Ton verschiedene Griffe benutzt werden, sodass Läufe vereinfacht oder die Intonation reguliert werden kann. Darüber hinaus können auch verschiedene Klangfarben produziert werden.

Anne Pustlauk konzentriert sich, im Rahmen einer künstlerischen Doktorarbeit, auf das einfache Flötensystem und seine Aufführungspraxis. Die Ergebnisse kann man auf dieser Aufnahme hören.